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  4. ›Franchise Krankenkasse Schweiz 2026: Die richtige Wahl treffen
KrankenversicherungFINMA · F01567880Provisionen offengelegt

Franchise Krankenkasse Schweiz 2026: Die richtige Wahl treffen

Franchise Krankenkasse Schweiz erklärt: Unterschiede zwischen CHF 300 und CHF 2'500, wann sich eine höhere Franchise lohnt und wie Sie Prämien sparen.

Franchise optimieren→Prämien vergleichen↘
Autordenis smajovikStand2026-04-22
01Echte Zahlen
Echte Zahlen
300–2'500 CHF
Franchise-Stufen Erwachsene — wählbar in 6 Stufen (300 / 500 / 1'000 / 1'500 / 2'000 / 2'500 CHF) nach KVG Art. 64
10%
Selbstbehalt nach Franchise — Sie tragen 10 % der weiteren Kosten, die Kasse 90 %
Max. 700 CHF
Jahres-Selbstbehalt Erwachsene — plafoniert bei CHF 700/Jahr (Kinder max. CHF 350)
FINMA
KVG-reguliert — Franchise gesetzlich in KVG Art. 64 verankert, für alle Kassen einheitlich
02Franchise wählen

Welche Franchise senkt Ihre Prämie am stärksten?

Schieben Sie die Stufe und sehen Sie sofort die Jahresersparnis. Basiert auf BAG-Referenzprämien.

Monatsprämie (CHF 1500)CHF 370
Monatsprämie (Referenz-Franchise)CHF 415
Jahresersparnis vs. ReferenzCHF 540
Maximales Eigenrisiko/JahrCHF 2'200

Richtwerte basierend auf BAG-Referenzprämien. Einzelne Kassen variieren ±15%. Maximales Eigenrisiko = Franchise + CHF 700 Selbstbehalt.

In Avenzo optimieren
03Welche Option passt

Welche Franchise ist die richtige für Sie?

Option 01 · Sicher

Franchise CHF 300

  • Tiefstes Eigenrisiko — Kasse zahlt ab Franken 301
  • Höchste Monatsprämie
  • Kein Break-even nötig — lohnt sich bei jedem Arztbesuch
Passt zu

Chronisch Kranke, ältere Versicherte, regelmässige Arztbesuche und Medikamente.

Prämie berechnen→
Option 02 · BalanciertEmpfohlen

Franchise CHF 1'500

  • Ca. CHF 35–55 / Monat günstiger als CHF 300
  • Break-even ab ca. CHF 1'500 Arztkosten / Jahr
  • Max. Risiko CHF 2'200 / Jahr (1'500 + CHF 700 Selbstbehalt)
Passt zu

Überwiegend gesunde Personen mit gelegentlichen Arztbesuchen — optimaler Kompromiss.

Prämie berechnen→
Option 03 · Maximal-Sparer

Franchise CHF 2'500

  • Ca. CHF 55–85 / Monat günstiger als CHF 300
  • Jahresersparnis bis ca. CHF 1'020 gegenüber CHF 300
  • Max. Risiko CHF 3'200 / Jahr (2'500 + CHF 700 Selbstbehalt)
Passt zu

Sehr gesunde Personen unter 40, kaum Arztkosten, maximales Prämiensparpotenzial nutzen.

Prämie berechnen→
04Rechenbeispiel

CHF 840 Jahresersparnis bei gesundem Erwachsenen

Erwachsene/r, Kanton Zürich, 1 Arztbesuch (CHF 200). Vergleich CHF 300 vs. CHF 2'500 Franchise.

Beispiel 01

Franchise CHF 300 (Mindest)

Jahresprämie Grundversicherung
CHF 4'980
Franchise (bezahlt: CHF 200 von 300)
CHF 200
Selbstbehalt 10 %
CHF 0
CHF 5'180Jahres-Gesamtkosten
Beispiel 02

Franchise CHF 2'500 (Maximal)

Jahresprämie Grundversicherung (−CHF 840)
CHF 4'140
Franchise (bezahlt: CHF 200 von 2'500)
CHF 200
Selbstbehalt 10 %
CHF 0
CHF 4'340Jahres-Gesamtkosten

Ersparnis CHF 840 pro Jahr bei niedrigem Gesundheitsbedarf. Break-even: Erst ab rund CHF 840 zusätzlichen Arztkosten wäre die CHF 2'500 Franchise finanziell gleichwertig — darüber hinaus rechnet sie sich nicht mehr. Die Tabelle zeigt den typischen Jung-und-gesund-Fall.

05Im Detail

Hintergrund, Kontext und Zahlen — sortiert nach Thema.

Die Franchise Krankenkasse in der Schweiz ist der jährliche Eigenbetrag, den Erwachsene vor Kassen-Kostenübernahme selbst tragen — wählbar in sechs Stufen von CHF 300 bis CHF 2500 (Art. 64 KVG). Nach Erreichen der Franchise gilt ein Selbstbehalt von 10 %, maximal CHF 700 pro Jahr. Höhere Franchise = tiefere Monatsprämie, höheres Eigenrisiko. Für Kinder gelten separate Stufen (CHF 0–600). Quelle: BAG — Prämien und Kostenbeteiligung.

Was ist die Franchise bei der Krankenkasse?

Die Franchise ist ein Kernelement des Schweizer Krankenversicherungssystems nach KVG Art. 64. Sie legt fest, bis zu welchem Jahresbetrag Sie medizinische Kosten selbst tragen müssen. Nach Erreichen der Franchise übernimmt die Kasse 90 % der weiteren Kosten — Sie zahlen noch 10 % Selbstbehalt, maximal CHF 700 pro Jahr. Im nächsten Kalenderjahr beginnt die Franchise von vorne.

[!info] Franchise Krankenkasse — Kurzantwort Stufen (2026): 300, 500, 1'000, 1'500, 2'000, 2'500 CHF. Rechtsgrundlage: Art. 64 KVG. Selbstbehalt zusätzlich: 10 % der Kosten über der Franchise, maximal CHF 700 pro Jahr bei Erwachsenen. Maximales Eigenrisiko: Franchise + CHF 700. Für Kinder reicht die Franchise von CHF 0 bis CHF 600. Diese Seite gehört zum Krankenkasse Vergleich Schweiz.

Franchisestufen 2026 (Erwachsene)

Franchise Monatliche Prämienersparnis Empfohlen für
CHF 300 (Mindest) Basisprämie Chronisch Kranke, häufige Arztbesuche
CHF 500 ca. CHF 8–15 Gelegentliche Arztbesuche
CHF 1'000 ca. CHF 25–40 Gesunde Personen
CHF 1'500 ca. CHF 35–55 Selten krank
CHF 2'000 ca. CHF 45–70 Sehr selten krank
CHF 2500 ca. CHF 55–85 Fast nie krank

[!note] Die Ersparnis bezieht sich jeweils auf die Basisprämie der CHF 300-Franchise und variiert je nach Kasse, Kanton und Altersgruppe.

Franchise für Kinder

Kinder haben separate, tiefere Franchise-Stufen von CHF 0 (kostenlos) bis CHF 600. Der Selbstbehalt für Kinder beträgt maximal CHF 350 pro Jahr. In vielen Kantonen erhalten Kinder zudem volle oder teilweise individuelle Prämienverbilligung (IPV), wodurch die Mindestfranchise CHF 0 meistens die finanziell günstigste Wahl bleibt.

Franchise und Prämienverbilligung (IPV)

Wenn Sie Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung (IPV) haben, empfiehlt sich die Mindestfranchise CHF 300. Die IPV reduziert Ihre Prämie direkt — die Ersparnis durch eine höhere Franchise ist dann weniger relevant, während das finanzielle Risiko durch höhere Eigenkosten bestehen bleibt.

Break-even: Welche Franchise lohnt sich wann?

Die optimale Franchise ergibt sich aus dem Vergleich der Prämienersparnis mit dem Eigenrisiko. Als einfache Faustregel gilt: Wählen Sie eine höhere Franchise nur, wenn die Prämienersparnis grösser ist als die erwarteten jährlichen Gesundheitskosten.

Break-even-Schwellen (Richtwerte):

Franchise-Sprung Prämienersparnis/Jahr Break-even-Ausgaben
CHF 300 → 500 ca. CHF 100–180 bis ca. CHF 200 Gesundheitskosten
CHF 300 → 1'000 ca. CHF 300–480 bis ca. CHF 700
CHF 300 → 2500 ca. CHF 660–1'020 bis ca. CHF 2'200

[!note] Richtwerte — variieren je nach Kasse, Kanton und Versicherungsmodell. Exakte Prämienersparnis im Avenzo Prämienrechner.

Drei Personas illustrieren die Entscheidung (vgl. Entscheidungskarten oben):

  • Persona A — Gesunder Single (30 Jahre, Standardmodell, keine chronischen Erkrankungen): Maximale Franchise CHF 2500. Die Prämienersparnis übersteigt in den meisten Jahren die erwarteten Arztkosten deutlich.
  • Persona B — Familie mit Kindern (2 Erwachsene, 2 Kinder): Erwachsene CHF 1'500–2500 (bei gutem Gesundheitszustand), Kinder CHF 0 (Prämienrabatt bei Kindern minimal, Risiko durch Kinderkrankheiten höher).
  • Persona C — Chronisch Kranke oder ältere Person: Mindestfranchise CHF 300. Bei regelmässigen Arztbesuchen und Medikamenten ist die höhere Prämie bei tiefer Franchise günstiger als der Selbstbehalt bei hoher Franchise.

Wichtig: Der Selbstbehalt (10 % der über die Franchise hinausgehenden Kosten, maximal CHF 700 pro Jahr bei Erwachsenen) kommt zusätzlich zur Franchise hinzu. Das maximale Eigenrisiko pro Jahr beträgt daher Franchise + CHF 700 Selbstbehalt.

Franchise bei Schwangerschaft und Mutterschaft

Ab der 13. Schwangerschaftswoche und während acht Wochen nach der Geburt übernimmt die Grundversicherung alle Mutterschaftsleistungen franchise- und selbstbehaltfrei (Art. 64 Abs. 7 KVG). Das umfasst:

  • Kontrolluntersuchungen beim Gynäkologen
  • Geburtsvorbereitungskurs
  • Spital-/Hausgeburt inklusive Hebamme
  • Wochenbettbetreuung
  • Stillberatung

Folge für die Franchise-Wahl: Frauen mit Kinderwunsch können eine höhere Franchise wählen, ohne bei der Schwangerschaftsvorsorge und -geburt Eigenkosten zu befürchten. Die anderen medizinischen Kosten (z. B. unabhängige Krankheit) bleiben allerdings franchisepflichtig.

Wichtig: Die Befreiung gilt nur für klar als Mutterschaft kodierte Leistungen. Beschwerden, die nicht mit der Schwangerschaft zusammenhängen (z. B. eine Bronchitis im 4. Monat), zählen weiterhin zur allgemeinen Franchise.

Franchise wechseln: Fristen und Verfahren

Sie können Ihre Franchise einmal pro Jahr anpassen, jeweils auf den 1. Januar. Frist:

  • Erhöhung der Franchise: Die Mitteilung an die Krankenkasse muss bis 30. November erfolgen (je nach Kasse sogar früher — prüfen Sie die AGB Ihres Versicherers). Die neue Franchise gilt ab 1. Januar des Folgejahres.
  • Reduktion der Franchise: In der Regel auch bis 30. November anzeigen. Manche Kassen lassen eine Reduktion kurzfristiger zu.
  • Modellwechsel: Wer parallel das Versicherungsmodell wechselt (z. B. Standard → HMO), muss beide Änderungen zusammen melden.

Die Franchise-Änderung ist an die bestehende Grundversicherung gebunden. Ein kompletter Kassenwechsel ist davon unabhängig und hat dieselbe 30. November-Frist. Wer beides tun will, sollte die Franchise-Erhöhung beim neuen Anbieter direkt im Aufnahmeantrag vereinbaren — das spart einen administrativen Schritt.

[!tip] Rückwechsel bei Gesundheitsänderung Wenn Sie eine chronische Erkrankung entwickeln, können Sie zum nächsten 1. Januar auf eine tiefere Franchise wechseln. Die Kasse akzeptiert die Änderung ohne Gesundheitsprüfung — die Grundversicherung darf nicht von Ihrer Gesundheit abhängig gemacht werden.

Selbstbehalt, Franchise und Höchstbelastung

Um das volle Bild des Eigenrisikos zu verstehen, müssen Franchise und Selbstbehalt gemeinsam betrachtet werden:

Komponente Erwachsene Kinder
Franchise (wählbar) CHF 300 – 2500 CHF 0 – 600
Selbstbehalt (fest, 10 %) Max. CHF 700/Jahr Max. CHF 350/Jahr
Maximales Eigenrisiko/Jahr Franchise + CHF 700 Franchise + CHF 350

Beispiel: Bei einer Franchise von CHF 2500 beträgt Ihr jährliches Maximum CHF 3'200 — mehr müssen Sie unter normalen Umständen nicht bezahlen, auch bei hohen Behandlungskosten. Spital- und Medikamentenkosten über diesem Betrag übernimmt die Grundversicherung vollständig.

Was Avenzo beim Franchise-Optimum leistet

Die optimale Franchise hängt von vielen Faktoren ab: Alter, Gesundheitsstatus, Familiensituation, Kanton, Medikamentenverbrauch, geplante Behandlungen. Avenzo vergleicht die Prämienersparnis aller FINMA-zugelassenen Schweizer Krankenkassen nach Franchise-Stufe und zeigt den Break-even-Punkt für Ihre persönliche Situation auf. Registriert als ungebundene Versicherungsvermittlerin (FINMA F01567880) — kein Provisionsdruck.

Siehe auch Krankenkasse wechseln für das gesamte Wechselverfahren und Krankenkasse Vergleich Schweiz für weitere Entscheidungsgrundlagen.

Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG) — Krankenversicherung, Prämien und Kostenbeteiligung.

Diese Seite ersetzt keine individuelle Versicherungsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

FAQ

Häufige Fragen

01
Welche Franchise lohnt sich?
Eine höhere Franchise lohnt sich, wenn Ihre jährliche Prämienersparnis grösser ist als Ihre tatsächlichen Arztkosten. Faustregel: Sind Ihre Arztkosten regelmässig unter CHF 800–1'000 pro Jahr, ist eine Franchise von CHF 1'500 bis CHF 2500 wirtschaftlich sinnvoll. Bei chronischen Erkrankungen oder regelmässigen Behandlungen ist die Mindestfranchise CHF 300 meistens günstiger.
02
Kann ich die Franchise jedes Jahr ändern?
Ja. Sie können Ihre Franchise einmal pro Jahr anpassen — bis zum 30. November für den Wechsel per 1. Januar des Folgejahres. Sowohl Erhöhung als auch Senkung sind möglich.
03
Was ist der Unterschied zwischen Franchise und Selbstbehalt?
Die Franchise ist der fixe Jahresbetrag, den Sie selbst tragen (z.B. CHF 2500). Der Selbstbehalt ist anschliessend 10 % der weiteren Kosten — maximal CHF 700 pro Jahr für Erwachsene. Ihr maximales jährliches Eigenrisiko bei CHF 2500 Franchise beträgt deshalb CHF 3'200 (CHF 2500 + CHF 700).
04
Gilt die Franchise auch für Notfallbehandlungen?
Ja. Auch Notfallkosten werden auf die Franchise angerechnet. Eine Ausnahme gilt für Mutterschaft: Ab der 13. Schwangerschaftswoche sind Behandlungen franchisefrei.

Die optimale Franchise für Ihre Situation finden

Avenzo analysiert Ihren Gesundheitszustand und berechnet, welche Franchise-Stufe in Kombination mit Ihrem Versicherungsmodell am meisten spart.

Franchise jetzt optimieren→Prämien vergleichen↘
HinweisAvenzo wird beim Vertragsabschluss von den Versicherern entschädigt — neutral, ungebunden und vollständig offengelegt.
Autor: Denis Smajovik— Founder & CEO · FINMA-registriert (F01490726) · BSc ZHAWVeröffentlicht: 2026-03-03Aktualisiert: 2026-04-22