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Vermögenssteuer berechnen Schweiz

Vermögenssteuer Schweiz berechnen: Sätze, Freibeträge und kantonale Unterschiede. Wieviel Vermögenssteuer zahlen Sie in Zürich, Bern, Zug oder Basel 2026?

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Kanton
Gemeinde / PLZ (optional)
Bruttovermögen
CHF 1'000'000
Schulden (Hypothek etc.)
CHF 400'000
Zivilstand
NettovermögenCHF 600'000
Freibetrag Zürich− CHF 80'000
Steuerbares VermögenCHF 520'000
Vermögenssteuer / JahrCHF 866

Richtwerte · Hauptort Zürich · Gemeinde wählen für Anzeige

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Denis Smajovik2026-03-01(aktualisiert: 2026-04-20)

Die Vermögenssteuer ist eine kantonale Steuer auf Ihr steuerbares Nettovermögen — sie existiert in allen 26 Schweizer Kantonen und Gemeinden, aber nicht auf Bundesebene. Die Sätze reichen von 0,2‰ in Schwyz bis 4,0‰ in Genf. Beispiel (Alleinstehend, Kanton Zürich, Stadt Zürich): Auf einem Nettovermögen von CHF 400'000 abzüglich Freibetrag CHF 77'000 ergibt sich ein steuerbares Vermögen von CHF 323'000 und eine jährliche Vermögenssteuer von rund CHF 990. Derselbe Fall in Schwyz: unter CHF 100'000 Freibetrag — null Vermögenssteuer. Pensionskasse und Säule-3a-Guthaben zählen nicht zum steuerbaren Vermögen. Der folgende Rechner berechnet Ihre Vermögenssteuer für alle 26 Kantone und 2'110 Gemeinden auf Basis der aktuellen ESTV-Daten. Quelle: ESTV, Art. 13 StHG, kantonale Steuergesetze.

Wie berechnen Sie Ihre Vermögenssteuer?

Schritt 1 — Bruttovermögen eingeben

Geben Sie Ihr gesamtes Bruttovermögen über den Slider ein (CHF 0 bis CHF 3'000'000). Das Bruttovermögen umfasst alle steuerbaren Vermögenswerte: Bankguthaben, Wertschriften, den Steuerwert von Liegenschaften, Fahrzeuge und Lebensversicherungen mit Rückkaufswert. Pensionskassenguthaben und Säule-3a-Guthaben geben Sie nicht ein — diese sind nicht steuerbares Vermögen.

Schritt 2 — Schulden eingeben

Tragen Sie Ihre gesamten Schulden über den zweiten Slider ein (CHF 0 bis CHF 2'000'000). Dazu zählen Hypotheken, Privatkredite und sonstige nachgewiesene Schulden. Der Rechner zieht die Schulden vom Bruttovermögen ab, um das Nettovermögen zu ermitteln.

Schritt 3 — Gemeinde suchen

Geben Sie Ihre Wohngemeinde in das Suchfeld ein. Aus einer Datenbank mit 2'110 Schweizer Gemeinden wird der für Ihre Gemeinde massgebliche Steuerfuss geladen. Dieser Multiplikator ist entscheidend, weil die Vermögenssteuer wie die Einkommenssteuer aus einer Staats- und einer Gemeindekomponente besteht.

Schritt 4 — Zivilstand wählen

Wählen Sie Verheiratet oder Alleinstehend. Bei Verheirateten verdoppelt sich der kantonale Freibetrag — in Zürich zum Beispiel von CHF 77'000 auf CHF 154'000. Dieser Unterschied kann bei mittleren Vermögen die Steuer erheblich beeinflussen.

Was bedeuten Nettovermögen, Freibetrag und steuerbares Vermögen?

Der Rechner weist vier Grössen aus:

Nettovermögen: Bruttovermögen minus Schulden. Dies ist Ihr Reinvermögen vor Abzug des kantonalen Freibetrags.

Freibetrag: Der kantonal festgelegte Betrag, der vom Nettovermögen abgezogen wird, bevor der Steuertarif angewendet wird. Bei Verheirateten verdoppelt sich der Freibetrag gegenüber Alleinstehenden.

Steuerbares Vermögen: Nettovermögen minus Freibetrag. Auf diesen Betrag wird der Vermögenssteuersatz angewendet. Ist das Nettovermögen tiefer als der Freibetrag, beträgt das steuerbare Vermögen null — es fällt keine Vermögenssteuer an.

Vermögenssteuer pro Jahr: Das steuerbare Vermögen multipliziert mit dem kantonalen Tarif und dem Gemeinde-Steuerfuss. Die Formel lautet: Steuerbares Vermögen × Staatssteuersatz × (Steuerfuss ÷ 100).

Die Vermögenssteuer berechnet sich nach dieser Formel, die durch progressive Tarife und kantonale Steuerfüsse an Komplexität gewinnt. Liegenschaften werden nicht zum Verkehrswert, sondern zum amtlichen Steuerwert eingesetzt — in vielen Kantonen 60 bis 80% des Marktwerts. Massgebend sind die Weisungen der jeweiligen kantonalen Steuerverwaltung, veröffentlicht über estv.admin.ch.

Rechenbeispiel: Zürich, Alleinstehend

Ausgangslage: Liegenschaft Marktwert CHF 1'000'000 (Steuerwert CHF 800'000), Hypothek CHF 400'000, Kanton Zürich, Stadt Zürich (Steuerfuss 119%), alleinstehend.

Berechnungsschritt Betrag
Bruttovermögen (Steuerwert Liegenschaft) CHF 800'000
Abzüglich Hypothek − CHF 400'000
Nettovermögen CHF 400'000
Abzüglich Freibetrag (Zürich, ledig) − CHF 77'000
Steuerbares Vermögen CHF 323'000
Staatssteuersatz Zürich (einfache Staatssteuer, 1,4‰ auf CHF 323'000) × 1,4‰
Einfache Staatssteuer CHF 452
Gemeindesteuer (Steuerfuss 119%) CHF 538
Vermögenssteuer total (Staat + Gemeinde) rund CHF 990/Jahr

Das Ergebnis von rund CHF 990 pro Jahr verdeutlicht, dass die Vermögenssteuer im Vergleich zur Einkommenssteuer meist moderat ausfällt — bei grossen Vermögen über CHF 2'000'000 steigt die Belastung jedoch überproportional an.

In welchen Kantonen ist die Vermögenssteuer am tiefsten?

Die kantonalen Unterschiede sind gross. Ein Wohnsitzwechsel von Genf nach Schwyz kann bei einem Vermögen von CHF 2'000'000 die jährliche Vermögenssteuer um mehr als CHF 7'000 senken.

Kanton Max. Satz (‰) Freibetrag Einzel Freibetrag Verheiratet
Schwyz 0,2‰ CHF 100'000 CHF 200'000
Zug 0,3‰ CHF 100'000 CHF 200'000
Nidwalden 0,4‰ CHF 100'000 CHF 200'000
Obwalden 0,5‰ CHF 100'000 CHF 200'000
Uri 0,6‰ CHF 75'000 CHF 150'000
Zürich 1,3–1,5‰ CHF 77'000 CHF 154'000
Luzern 1,3–1,8‰ CHF 77'000 CHF 154'000
Basel-Stadt 1,5–2,5‰ CHF 77'000 CHF 154'000
Bern 1,5–2,5‰ CHF 97'000 CHF 194'000
Genf 1,5–4,0‰ CHF 83'000 CHF 166'000

Sätze 2026, progressive Tarife. Der effektive Satz variiert je nach Vermögenshöhe und Gemeinde. Quelle: ESTV, estv.admin.ch.

Was zählt als Vermögen?

[!info] Viele Steuerpflichtige überschätzen ihr steuerbares Vermögen, weil sie Pensionskasse und Säule 3a einrechnen — diese sind jedoch explizit ausgenommen.

Einbezogen ins steuerbare Vermögen:

  • Bankguthaben und Bargeld
  • Wertschriften (Aktien, Obligationen, Anlagefonds)
  • Liegenschaften zum amtlichen Steuerwert
  • Fahrzeuge und Boote (Versicherungswert)
  • Lebensversicherungen mit Rückkaufswert (Säule 3b)
  • Freizügigkeitsguthaben (nicht die 2. Säule, aber das Freizügigkeitskonto!)

Nicht einbezogen:

  • Pensionskassenguthaben (2. Säule, BVG)
  • Säule-3a-Guthaben (steuerfrei bis zum Bezug)
  • Haushaltsinventar (pauschal befreit)

Wie optimieren Sie die Vermögenssteuer legal?

Schulden bewusst einsetzen: Hypotheken, Betriebskredite und andere Schulden sind vollständig vom Vermögen abziehbar. Wer eine bestehende Hypothek nicht amortisiert, sondern das Kapital investiert, kann die Vermögenssteuer gezielt steuern.

Säule 3a jedes Jahr maximieren: Der Maximalbeitrag von CHF 7258 für Angestellte fliesst nicht ins steuerbare Vermögen — und der Beitrag ist gleichzeitig vom Einkommen abzugsfähig. Ein doppelter Steuervorteil. Den vollständigen Überblick aller Abzugsmöglichkeiten bietet der Steuerabzug-Finder.

[!tip] Ein Pensionskassen-Einkauf reduziert das steuerbare Vermögen sofort und dauerhaft — und das in die PK übertragene Kapital ist vermögenssteuerfrei, solange es in der 2. Säule verbleibt. Bei einem Einkauf von CHF 50'000 und einem Vermögenssteuersatz von 1,5‰ spart das jährlich CHF 75 — über 20 Jahre summiert sich das auf CHF 1'500, ohne den Einkommenssteuereffekt des Einkaufs einzurechnen.

Wohnsitzwechsel für grosse Vermögen: Für Personen mit einem steuerbaren Vermögen über CHF 1'000'000 ist der Umzug in einen steuergünstigen Kanton die wirksamste Massnahme. Schwyz, Zug und Nidwalden bieten die tiefsten Vermögenssteuersätze der Schweiz. Eine individuelle Berechnung lohnt sich ab einem Vermögen von rund CHF 500'000.

Nächste Schritte

Wer seine Vermögenssteuer kennt, kann sie gezielt in die gesamte Steuerplanung einbeziehen. Den kombinierten Steuerbetrag aus Einkommens- und Vermögenssteuer berechnen Sie mit dem Steuerrechner Schweiz. Für eine strategische Beratung zu Wohnsitz, Hypothekarstruktur und Vorsorge empfiehlt sich die Steuerplanung mit Avenzo. Eine fundierte Einordnung zum Thema liefert der Eintrag Vermögenssteuer im Lexikon.

Jetzt Steuerplanung mit Avenzo starten: Wer auf Basis dieser Berechnung Kanton, Hypothek oder Vorsorge strategisch optimieren will, übernimmt das Ergebnis direkt in die Avenzo Steuererklärung — inklusive automatischer Übernahme von Kanton, Nettovermögen und berechneter Vermögenssteuer.

Dieser Rechner ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Avenzo ist FINMA-registriert (Nr. F01490726) — mehr erfahren.

FAQ

Häufige Fragen

Die Vermögenssteuer variiert stark nach Kanton und Gemeinde. Die Sätze liegen typischerweise zwischen 0,1‰ und 5‰ des steuerbaren Reinvermögens. Kantone wie Zug und Schwyz haben die tiefsten Sätze.

Zum steuerbaren Vermögen gehören Bankguthaben, Wertschriften, Liegenschaften (Steuerwert), Fahrzeuge, Lebensversicherungen und Beteiligungen. Abgezogen werden Schulden und Sozialabzüge. Die Pensionskasse (2. Säule) und Säule-3a-Guthaben sind nicht steuerbares Vermögen. Achtung: Freizügigkeitskonten (Guthaben nach Austritt aus einer Pensionskasse) zählen dagegen zum steuerbaren Vermögen, sobald sie nicht mehr in einer laufenden Vorsorgeeinrichtung liegen.

Ja, die meisten Kantone kennen einen Freibetrag. In Zürich beträgt er CHF 77'000 für Alleinstehende und CHF 154'000 für Verheiratete. Die Freibeträge unterscheiden sich je nach Kanton erheblich.

Nein. Die Vermögenssteuer wird in der Schweiz ausschliesslich von den Kantonen und Gemeinden erhoben. Es gibt keine eidgenössische Vermögenssteuer.

Liegenschaften werden zum Steuerwert (amtlicher Wert) erfasst, der deutlich unter dem Marktwert liegt — in vielen Kantonen bei 60–80% des Verkehrswerts. Hypothekarschulden werden vom Steuerwert abgezogen.

Quellen und Referenzen
  1. 01ESTV — Steuerbelastung in der Schweiz
  2. 02ESTV — Online-Steuerrechner
  3. 03ESTV — Kreisschreiben direkte Bundessteuer
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