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Erbschaft Treuhand Schweiz — Nachlassverwaltung

Professionelle Nachlassverwaltung in der Schweiz: Erbschaftssteuern, Erbteilung, Liegenschaftsverkauf, internationale Nachlässe. Avenzo Treuhand begleitet Sie.

Nachlassberatung anfragen→
Autordenis smajovikStand2026-04-23
01Echte Zahlen
Echte Zahlen
26/26
Kantone — alle abgedeckt
0%
Für direkte Nachkommen
variabel
Steuersätze je Kanton
FINMA
registriert
02Ablauf

Nachlassabwicklung — Phase für Phase

Die Abwicklung eines Nachlasses in der Schweiz verläuft in vier klar definierten Phasen. Avenzo begleitet alle.

  1. Scan
    01Schritt 1

    Sofortmassnahmen

    Behörden benachrichtigen (Zivilstandesamt, Einwohnerkontrolle), Banken und Versicherungen informieren, Sicherung des Nachlasses (Schliessfächer, Zugänge).

  2. KI · Analyse
    • PendlerabzugCHF 680
    • Säule 3aCHF 7′056
    • BerufskostenCHF 2′100
    02Schritt 2

    Nachlassinventar

    Erfassung aller Aktiven (Bankguthaben, Wertschriften, Liegenschaften, Fahrzeuge) und Passiven (Schulden, Verbindlichkeiten, Pensionskasse, Lebensversicherungen).

  3. e-Filing · ZH
    Bereit · Kanton bestätigt
    Einreichen
    03Schritt 3

    Erbschaftssteuer

    Steuererklärung für Erbschaftssteuer einreichen — kantonsspezifisch. Direkte Nachkommen und Ehegatten sind in fast allen Kantonen steuerbefreit.

  4. 04Schritt 4

    Erbteilung

    Erbenkonvention aushandeln, Aktiven und Passiven aufteilen, Grundbucheintragungen koordinieren, Erbengemeinschaft auflösen.

03Tabellen & Werte

Erbschaftssteuer nach Kanton — Übersicht 2026

Die Erbschaftssteuer ist Kantonssache. Direkte Nachkommen und Ehegatten sind in fast allen Kantonen steuerbefreit. Quelle: Kantonale Steuerverwaltungen.

Erbschaftssteuersätze ausgewählter Kantone (Stand 2026)
KantonNachkommen (Kinder)EhegatteGeschwisterNichtverwandte Dritte
Zürich0%0%6–18%36%
Bern0%0%15–25%25–50%
Zug0%0%4%8–10%
Schwyz0%0%0%3%
Luzern0%0%2–12%24%
Basel-Stadt0%0%11–25%25–49%
Aargau0%0%4–12%12–32%
St. Gallen0%0%3–14%15–30%
Waadt0%0%3,5–7%25%
Genf0%0%6%26,5%
04Im Detail

Hintergrund, Kontext und Zahlen — sortiert nach Thema.

Die Abwicklung eines Nachlasses in der Schweiz richtet sich nach dem Zivilgesetzbuch (ZGB Art. 457–640). Direkte Nachkommen und Ehegatten sind in fast allen 26 Kantonen von der Erbschaftssteuer befreit. Der Pflichtteil für direkte Nachkommen beträgt seit der Erbrechtsrevision 2023 neu 50% des gesetzlichen Erbteils. Avenzo übernimmt die gesamte Nachlassverwaltung — steueroptimiert, diskret und im Einklang mit dem Erbrecht.

Was umfasst die Nachlassverwaltung?

Ein vollständiger Nachlassmandat durch Avenzo umfasst die sofortigen Behördenbenachrichtigungen (Zivilstandesamt, Einwohnerkontrolle), die Erstellung des amtlichen Nachlassinventars, die Einreichung der kantonalen Erbschaftssteuererklärung, die Aushandlung der Erbenkonvention sowie die Koordination aller Grundbucheintragungen bis zur vollständigen Auflösung der Erbengemeinschaft.

Erbvorbereitung: Vorsorge zu Lebzeiten

Die beste Nachlassverwaltung beginnt zu Lebzeiten. Ein Testament ermöglicht Regelungen ausserhalb der gesetzlichen Erbfolge, ein Erbvertrag schafft bindende Vereinbarungen. Frühzeitige Schenkungen und klare güterrechtliche Regelungen (Gütertrennung vs. Errungenschaftsbeteiligung) vereinfachen die spätere Abwicklung erheblich. Avenzo berät auch bei der vorausschauenden Nachlassplanung.

Internationale Nachlässe

Wenn der Erblasser oder Erben im Ausland wohnen oder ausländisches Vermögen vorhanden ist, gelten besondere Regeln. Schweizer Liegenschaften unterstehen immer Schweizer Recht (ZGB). Bankguthaben richten sich nach dem letzten Wohnsitz des Erblassers. Avenzo koordiniert mit Partnersteuerberatern im Ausland für nahtlose grenzüberschreitende Abwicklung.

Kantonale Erbschaftssteuer — grosse Unterschiede

Die Erbschaftssteuer wird kantonal erhoben. Quelle: ESTV — Steuerbelastung in der Schweiz. Der Bund kennt keine Erbschaftssteuer. Für direkte Nachkommen (Kinder, Enkel) und den überlebenden Ehegatten ist die Erbschaftssteuer in den meisten Kantonen vollständig abgeschafft — ebenso für eingetragene Partner. Die grössten Unterschiede zeigen sich bei Nichtverwandten und entfernten Verwandten:

  • Zug, Schwyz, Obwalden, Nidwalden: vollständig erbschaftssteuerfrei für alle Erben, auch für Nichtverwandte
  • Zürich: 0 % für Nachkommen, Ehegatten; gestaffelt bis ca. 36 % für Nichtverwandte (ab CHF 1,5 Mio.)
  • Bern: 0 % für Nachkommen; bis ca. 40 % für Nichtverwandte
  • Waadt: gestaffelt mit progressiven Tarifen
  • Genf: bis über 54 % für Nichtverwandte — einer der höchsten Sätze Europas

Wohnsitz des Erblassers zum Todeszeitpunkt entscheidet über den anwendbaren Kanton — nicht der Wohnsitz der Erben. Bei Schweizer Liegenschaften gilt zusätzlich die Belegenheitssteuer des Lageorts, unabhängig vom Wohnsitz. Die steuerliche Planung eines Nachlasses beginnt deshalb idealerweise mit der Wahl des Wohnsitzkantons — oft zehn Jahre oder mehr vor dem Erbfall.

Pflichtteile seit der Erbrechtsrevision 2023

Seit dem 1. Januar 2023 gelten neue Pflichtteilsquoten nach ZGB Art. 471. Direkte Nachkommen haben Anspruch auf die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils (vorher drei Viertel). Der überlebende Ehegatte behält seinen Pflichtteil von der Hälfte. Eltern haben seit 2023 keinen Pflichtteil mehr — was dem Erblasser deutlich mehr Gestaltungsfreiheit gibt, insbesondere für Patchwork-Familien, gemeinnützige Zuwendungen oder Unternehmensnachfolgen. Bestehende Testamente und Erbverträge aus der Zeit vor 2023 sollten überprüft werden, da sich die Berechnungsgrundlage geändert hat.

Fristen und Nachlassinventar

Nach einem Todesfall beginnen mehrere Fristen gleichzeitig zu laufen:

  • Todesmeldung: innerhalb von zwei Werktagen an das Zivilstandesamt
  • Erbschaftsausschlagung: drei Monate ab Kenntnis des Erbfalls (ZGB Art. 567) — bei überschuldetem Nachlass essenziell, um nicht persönlich für Schulden zu haften
  • Nachlassinventar: in den meisten Kantonen zwingend innerhalb von zwei bis vier Wochen zu erstellen; erfasst Vermögen, Schulden, laufende Verträge und Lebensversicherungen zum Todestag
  • Erbschaftssteuererklärung: kantonal unterschiedlich, typischerweise drei bis sechs Monate nach dem Tod
  • Grundbucheintragungen: nach Erbteilung sind Liegenschaften umzuschreiben — bis zur Eintragung bleibt die Erbengemeinschaft grundbuchrechtlich Eigentümerin

Verpasste Fristen können zu Nachsteuern, Verzugszinsen, persönlicher Haftung für Erblasserschulden oder sogar zur Unwirksamkeit von Ausschlagungen führen. Avenzo übernimmt die Fristenüberwachung und stellt sicher, dass keine Behörde vergessen wird.

Kosten einer Nachlassverwaltung

Die Kosten einer professionellen Nachlassverwaltung hängen vom Umfang des Nachlasses, der Anzahl Erben und der Komplexität (Liegenschaften, Unternehmen, internationales Vermögen) ab. Avenzo rechnet nach Aufwand zu CHF 180/Stunde oder als Pauschale ab CHF 2'500 für einfache Nachlässe ohne Liegenschaften. Komplexe Mandate (Liegenschaften, mehrere Kantone, Unternehmen, internationale Bezüge) werden individuell kalkuliert — mit schriftlichem Kostendach vor Auftragsbeginn. Die Treuhandkosten können in den meisten Kantonen als Abzug im Nachlassinventar geltend gemacht werden und reduzieren damit die Bemessungsgrundlage der Erbschaftssteuer.

Diese Seite ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

FAQ

Häufige Fragen

01
Wer zahlt Erbschaftssteuer in der Schweiz?
Die Erbschaftssteuer ist Kantonssache. Direkte Nachkommen (Kinder, Enkel) und Ehegatten sind in fast allen 26 Kantonen vollständig steuerbefreit. Für Geschwister, entfernte Verwandte und Dritte gelten je nach Kanton Steuersätze von 3% bis 50%. Quelle: Kantonale Steuerverwaltungen.
02
Was macht ein Treuhänder bei einer Erbschaft?
Ein Treuhänder koordiniert das Nachlassinventar, reicht die Erbschaftssteuererklärung ein, handelt die Erbenkonvention aus, koordiniert Grundbucheintragungen und unterstützt bei internationalen Nachlässen. Avenzo begleitet den gesamten Prozess von der Benachrichtigung der Behörden bis zur vollständigen Auflösung der Erbengemeinschaft.
03
Was ist ein Nachlassinventar und ist es obligatorisch?
Das amtliche Nachlassinventar erfasst alle Aktiven und Passiven des Erblassers. In vielen Kantonen ist es auf Antrag möglich — es schützt Erben vor unbekannten Schulden. Avenzo empfiehlt es bei unklarer Vermögenslage des Erblassers.
04
Was ist der Pflichtteil in der Schweiz?
Seit der Erbrechtsrevision 2023 beträgt der Pflichtteil für direkte Nachkommen 50% des gesetzlichen Erbteils (vorher 75%). Ehegatten haben einen Pflichtteil von 50% ihres gesetzlichen Erbteils. Eltern haben keinen Pflichtteil mehr. Quelle: ZGB Art. 470 ff.
05
Wie lange dauert eine Nachlassabwicklung in der Schweiz?
Im einfachen Fall 3–6 Monate. Bei Liegenschaften, internationalem Bezug oder streitigen Erbschaften kann die Abwicklung 12–24 Monate dauern. Avenzo koordiniert alle Beteiligten und hält die Fristen im Blick.

Nachlassabwicklung — diskret, kompetent, vollständig

Avenzo begleitet Sie durch alle Phasen der Erbschaftsabwicklung — von den Sofortmassnahmen bis zur Erbteilung. Alle 26 Kantone, FINMA-registriert.

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HinweisAvenzo wird beim Vertragsabschluss von den Versicherern entschädigt — neutral, ungebunden und vollständig offengelegt.
Autor: Denis Smajovik— Founder & CEO · FINMA-registriert (F01490726) · BSc ZHAWVeröffentlicht: 2026-03-04Aktualisiert: 2026-04-23